

Als die FES 1967 die Projektarbeit in Chile aufnahm, eines der ersten Auslandsprojekte der Stiftung überhaupt. Nach dem Militärputsch 1973 änderten sich die Arbeitsbedingungen grundlegend, und ein Jahr später sah sich die FES gezwungen, das Büro nach Quito/Ecuador zu verlegen. Ein Stipendienprogramm der Stiftung ermöglichte es, politisch Verfolgten, während der Diktatur außerhalb des Landes zu leben und zu studieren. Parallel begann die FES mit der demokratischen Opposition, zuerst im Exil, dann auch im Land zusammezuarbeiten. Ziel war es, die Einigung der Demokraten gegen das Regime zu unterstützen. 1981 nahm die FES ihre Arbeit in Chile wieder auf.
Ab Ende der 80er Jahre setzte die demokratischen Kráfte geeint auf einen Übergangs zur Demokratie. Dieser begann im Oktober 1988 mit einer Volksabstimmung über eine weitere Regierungsperiode Pinochets und wurde mit den Präsidentschaftswahlen im Dezember 1989 fortgesetzt. Auch alle Anstrengungen der Friedrich Ebert Stiftung richteten sich darauf diesen Prozess zu unterstützen.
Die Themenschwerpunkte wurden wiederholt an die sich ändernden gesellschaftlichen Debatten angepasst. Gegenwärtig ist das FES-Büro in Santiago vorrangig in folgenden Bereichen tätig:
Die FES fördert die Debatte zwischen den Parteien der Region Zu verschickenen Themen
Hierbei geht es sowohl um die Debatte von Genderfragen in verschiedenen Gesellschafts und Politikbereichen und die Erarbeitungen von policy-Empfehlungen als auch um ein Angebot an Bildungs- sowie Diskussionsveranstaltungeen, dass sich primär an Jugendliche in Gewerkschaften und Parteien wendert
Die Stiftung unterstützt dei Gewerkschaften bei ihren Austrengungen zur Angleichung der Arbeitsgesetzgebung an internationale Standards. Durch Planungsworkshops und Bildungsveranstaltungen über wirtschaftliche und soziale Themen stärkt sie die Gewerkschaften in der Arbeitswelt.
Die FES-Chile fardert die Debatte um eine Reform des Sozial- und dabei besonders des Rentensystems. Seit 1999 bringt sie einen Erfahrungs- und Meinungsaustausch zwischen Experten, Politikern und Gewerkschaftern über Probleme und notwendige Reformen der Systeme der sozialen Sicherung voran, der über das Land hinausgeht.
Die öffentlicher Sicherheit ist für die lateinamerikanischen Staaten ein brennendes Thema. Trotzdem ist eine Debatte um innovativen Antworten nur gering ausgeprägt. Anliegen der FES ist es, die Diskusion über Instrumente eines progressiven Ansatzes, der nicht nur ausschliesslich auf repressive Antworten setzt, zu fördern. Der Kontext der Sicherheit ist jedoch regional bzw. international verortet, hierfür unterhält die FES ein Regionalprojekt in Kolumbien.
Das Büro der FES in Chile verfolgt diese Ziele, indem sie in Zusammenarbeit mit ihren Projektpartnern die Erarbeitung und Konzertierung gesellschaftspolitischer Reformentwürfe fördert. Die FES schafft – über verschiedene Foren – Raum für eine sachliche und konstruktive gesellschaftspolitische Diskussion zwischen verschiedenen politischen, institutionellen und sozialen Akteuren. Neben einer Moderationsfunktion bietet das Projekt vor allem die Erbringung von substanziellen Beratungsleistungen zu zentralen Themen der politischen Debatte des Landes an, die von den Zielgruppen und Partnern aus Politik und Gesellschaft aufgegriffen und in konkrete Positionen umgesetzt werden können.
Partner sind Regierungsinstitutionen, Parteien, der Kongress, Gewerkschaften, wissenschaftliche und internationale Institutionen, politische Stiftungen sowie Nichtregierungsorganisationen.